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i2m-Seminar: Schutzrechte und OpenSource im Softwarebereich

Start
01.12.2014 15:00 Uhr
Ende
01.12.2014 18:00 Uhr
Anschrift
Kantstraße 8
10623 Berlin
Ansprechpartner

„Patente und Software? Das geht doch gar nicht! Und überhaupt: das ist doch eh‘ alles open source…“
Können geniale Ideen, die in Programmcode verpackt sind, patentiert und damit vor geistigen Trittbrettfahrern geschützt werden? Viele sagen nein. Doch das ist ein weit verbreitetes Gerücht. Genauso ist es ein Gerücht, dass man in der Open-Source-Welt tun und lassen kann, was man will. Gründer und junge Unternehmer sollten wissen, wie die Spielregeln in der Schutzrechtswelt und in der Open-Source-Community aussehen, um frühzeitig die richtigen strategischen Entscheidungen auf dem Weg zur Entwicklung neuer Software-basierter Produkte zu treffen. Wann tangiert die Produktentwicklung welche dieser zwei Welten? Das fehlende Wissen und die mangelnde Erfahrung in beiden Bereichen können ein Unternehmen um wertvolle Wettbewerbsvorteile bringen und damit im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohend sein.

In der Schutzrechtswelt erwirbt man Marktmonopole für die eigenen Produkte. An die Stelle von solchen Exklusivrechten treten in der Open-Source-Community die Zusammenarbeit und das Teilen von Ergebnissen unter zum Gemeingut erklärten Lizenzen. Die Mitwirkenden sind dabei längst nicht nur Studenten und Hobbyisten, sondern auch kleine und große Unternehmen, die sich zu Konsortien zusammenschließen. Auch hier stehen die Rechte der Urheber zum Schutz vor Trittbrettfahrern und Lizenzverletzern im Mittelpunkt. Was bedeuten Open-Source-Lizenzen, und wann und wie können patentierte Produkte auf ihnen aufbauen? Welche Stellung beziehen Open-Source-Communities zu Softwarepatenten, und wie wirkt sich Halten und Durchsetzen von Patenten auf das Ansehen von mitwirkenden Unternehmen aus? Warum bezeichnen Warenzeichen eher Communities und nicht Produkte, und was sind Forks? Welche Möglichkeiten aus Urheber- und Patentrecht oder in der Open-Source-Welt bestehen? Wie kann man eigene Entwicklungen vor Patenttrollen schützen? Diese und weitere häufig vorkommenden Fragen wollen wir mit Hilfe von anschaulichen Praxisbeispielen in dem Seminar beantworten. An Beispielen erläutern die Referenten Motivationen von Unternehmen zur kollaborativen Entwicklung von Produkten, den Unterschied von differenzierenden und nichtdifferenzierenden Eigenschaften von Produkten sowie die Entstehung freier Plattformen und deren Einfluss auf die Umsetzbarkeit von kompetitiven Geschäftsmodellen.

Eine anschließende Diskussion bietet Gelegenheit, eigene Fragestellungen zu Software und Schutzrechten zu vertiefen.

Die Referenten:

Dr. Dirk Dantz, European Patent Attorney, hat aus seiner langjährigen Tätigkeit in der Industrie umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Patentierung von computerbasierten Erfindungen, sowie deren Nutzung und deren Durchsetzung gegen Dritte.

Sabrina Höhne, LL.M. Rechtsanwältin und Betriebswirtin (VWA) ist seit 2010 auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes im Allgemeinen und auf dem Gebiet des “Softwareschutzes” im Besonderen tätig. Ihre rechtsanwaltliche Sicht fokussiert vor allem Fragen der Schutzentstehung und deren Durchsetzung.

Herr Mirko Boehm, CEO Endocode AG, ist ein Software-Entwickler und -Architektur-Spezialist. Er wirkt seit sehr vielen Jahren in der Open-Source-Community mit und hat umfangreiche Erfahrungen mit Open-Source-Lizenzen sowie der Schnittstelle zu Softwarepatenten.

Das Seminar richtet sich in erster Linie an Wissenschaftler, Start-ups sowie klein- und mittelständische Unternehmen die an einer wirtschaftlichen Nutzung von Software interessiert sind. Sofern freie Plätze vorhanden sind, können alle interessierten Personen teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

i2m (ideas to market) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Berlin und Brandenburg, umgesetzt durch die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Handlungsfeld open it im Rahmen des Clusters IKT / Medien /Kreativwirtschaft durchgeführt. Dieses Projekt der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH wird aus Mitteln des Landes Berlin und der Investitionsbank Berlin gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union - Fonds für Regionale Entwicklung, Investition in Ihre Zukunft!

Bitte melden Sie sich über die Webseite des WTT Services http://berlin-wtt.de/veranstaltungen/veranstaltung+M502cf5eaacd.html bis zum 27.November 2014 an.

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Ansprechpartner:

Frau Ina Krüger, Berlin Partner für Wirtschaft und
Technologie GmbH Technologie Services

E-Mail: ina [dot] krueger [at] berlin-partner [dot] de

Tel.: +49 30 46302 322

Veranstaltungsort:

Eventpassagen, Kantstraße 8, 10623 Berlin

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