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Open Source Social Network (SharkNet) für Schulen

Der NSA-Skandal 2013 offenbarte enorme Sicherheitsmängel insbesondere bei Social Networks. Offenbar wurden in großen Umfang Daten auf den Servern abgefischt und analysiert. Datenschutzrechte wurde verletzt und Firmen sind wegen der Industriespionage alarmiert. Verschlüsselungssysteme wurden teilweise umgangen.

Im einem aktuellen Projekt wird jetzt ein dezentrales Open Source Social Network (SharkNet) für Schulen gebaut. Es arbeitet gänzlich ohne Server, ist optimiert für die mobile Nutzung und setzt wenn möglich drahtlose Kurstreckenprotokolle ein. Das System basiert auf dem Open Source Entwickler-Framework Shark, das im Projekt zur Release-Reife entwickelt wird. SharkNet bietet die Funktionen von üblichen Social Networks, ist aber nicht Teil des WWW und in einigen Varianten nicht einmal Teil des Internet. Es verfügt über eine dezentrale PKI. Möglicher Datenmissbrauch wird radikal reduziert. SharkNet zeigt die Marktreife dezentraler mobiler Systeme.

SharkNet soll technisch zeigen wie sichere Kommunikation erfolgen kann – mit und ohne ein Internet, das
permanten überwacht wird. Das Projekt wird außerdem die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken, indem ein sicheres mobiles Social Network (SharkNet) entsteht. Das Projekt zeigt, dass aktuelle Webtechnologie nicht alternativlos ist. Nutzer/innen können nur weniger sorglos arbeiten, wenn Alternativen
vorhanden und bekannt sind.

SharkNet wird ein mobiles dezentrales Social Network sein. Es basiert auf folgenden Prinzipien:
1.  Es gibt keinen Server. Alle pflegen ihre Kontaktdaten im Smartphone, auf dem Rechner. Es gibt kein zentrales Verzeichnis.
2.  Der Austausch erfolgt End-zu-End-Verschlüsselt, d.h. die Daten werden zwischenzeitlich an keiner Stelle entschlüsselt – das leistet nicht einmal die (offiziell) als sicher eingestufte De-Mail.
3.  Der Datenaustausch erfolgt über beliebig viele technische Kanäle, das kann klassische E-Mail sein, TCP-Verbindungen über das Internet aber auch dezentrale Netze wie Wifi-Direct oder Bluetooth. SharkNet arbeitet daher auch ohne Internet.

Shark und SharkNet sind Open-Source unter LGPL.

Das Projekt wird von Prof. Dr.-Ing. Thomas Schwotzer (HTW Berlin) und  Prof. Pamela Schaudin (Beuth Hochschule) gemeinsam mit den Partnern Cleopa GmbH, Immobilien Scout GmbH und der Katholische Theresienschule Berlin umgesetzt.

Weitere Infos zu Shark und zu SharkNet http://www.sharksystem.net

Gefördert wird das Projekt durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung (http://www.ifaf-berlin.de/projekte/sharknet/).

 

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