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„Research-Kit“ - Apple stellt ein neues quelloffenes iOS-Framework für den Gesundheitssektor vor

Am 9.3.2015 hat Apple in seiner Spring Forward-Veranstaltung ein neues MacBook und die Apple Watch vorgestellt. Aber nicht nur das - als dritte Innovation präsentierte Apple „Research-Kit“, ein Open Source Projekt im Gesundheitssektor.  „Research-Kit“ bietet eine Programmierschnittstelle für medizinische Tests, welche die Forschung an verschiedensten Krankheiten wie z.B Diabetes, Parkinson, Asthma, Herzkreislauferkrankungen oder Brustkrebs unterstützen kann.

Dabei nutzen Smartphone Besitzer die mit iOS 8 eingeführte Softwareumgebung „Health-Kit“.  Mit dieser können Anwender bereits ihre persönlichen Gesundheitsdaten sammeln und beispielsweise dem Hausarzt zur Verfügung stellen. Dass diese Millionen von Daten in anonymisierter Form nun auch der Forschung zugänglich gemacht werden, ist der Grundgedanke von Research-Kit. Die freiwilligen Teilnehmer an „Research-Kit“ brauchen innerhalb der Apps nur zustimmen, ausgewählte Daten der medizinischen Forschung zu übermitteln.

Die beiden großen Vorteile des Systems: zum einen können Daten durch die iPhone-Sensoren und Messgeräte automatisch erfasst werden. Die Forscher erhoffen sich dadurch zuverlässigere Daten ohne die unvermeidbaren Fehler einer manuellen Dateneingabe. Zum anderen können über die Smartphones erheblich größere Patientengruppen angesprochen werden. „Research-Kit gibt der Gemeinschaft der Wissenschaftler Zugang zu einer vielschichtigen Bevölkerung auf der ganzen Welt und bietet mehr Möglichkeiten Daten zu erheben als jemals zuvor“, teilte ein Apple Manager mit.

Der Erfolg von „Research-Kit“ ist bereits nach zwei Tagen vielversprechend. Innerhalb von weniger als 24 Stunden haben sich mehr als 11.000 iPhone Nutzer zur Teilnahme an einer medizinischen Studie der Stanford Universität zu Herz- und Kreislaufkrankheiten entschlossen. Zum Vergleich: um eine entsprechende Teilnehmerzahl für medizinische Studien zu erreichen, mussten Forscher bisher etwa ein Jahr veranschlagen und 50 medizinische Zentren mobilisieren.

Fünf Apps verschiedener US-Universitätskrankenhäuser sind inzwischen in den USA erhältlich, die Studien zu Asthma, Brustkrebs, Diabetes und Parkinson durchführen. Unter anderem haben sich Oxford und Stanford in der Zusammenarbeit mit dem Open Source Projekt auf die Erforschung von Herzkrankheiten spezialisiert.

Apple erhalte dabei keinen Einblick in die erhobenen Daten, die direkt an die betroffene Forschungseinrichtung weitergeleitet werden, betonte Apple-Chef Tim Cook. Apple sehe in „Research-Kit“ kein Geschäftsmodell und werde im April das Framework quelloffen veröffentlichen.

Research-Kit-Apps sind anfänglich nur in US-App-Stores erhältlich, sollen zukünftig aber auch in anderen Ländern verfügbar sein.
 

 

Mehr Informationen gibt es hier: https://www.apple.com/researchkit/

 

Quelle heise online: http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/ResearchKit-iPhone-Nutzer-koennen-...

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